Hausboote

Hausboote sind bis zu einer Länge von 24 m, mit Motorisierung und einer CE-Zulassung gem. der neuen Sportbootrichtlinie “Sportboote”. Sollten diese mind. 20 t und mehr Tragfähigkeit besitzen und nicht zur Beförderung von Gütern bestimmt sein, so gilt hier die Wasserverdrängung bei größter Eintauchung von mind. 10 m³ und nicht mehr die Tragfähigkeit. Es bleibt aber ein Sportboot und ist dann ab einer Rumpflänge von 15 m ins Seeschiffsregister einzutragen.

Werden also die Voraussetzungen gem. SchRegO erfüllt, so wird das Schiff entweder ins Binnenschiffsregister oder ins Seeschiffsregister eingetragen. Voraussetzung für dies Eintragung ist ein Schiffsmeßbrief, der eine Schiffs-Untersuchung mit sich zieht. Laut europäischem Parlament (CE-Richtlinien für Sportboote) ist ein Hausboot unter diesen Bedingungen ein Sportboot. Diese Auffassung teilt auch die ICOMIA in London. Sie ist die Dachorganisation der internationalen organisierten Bootsbauer und auch des Deutschen Boots- und Schifffahrtsverbandes in Hamburg.

In der Binnenschifffahrtsstraßenverordnung steht: Ein Sportboot ist ein Fahrzeug, das für Erholungszwecke verwendet wird und kein Fahrgastschiff ist. Ein Kleinfahrzeug ist ein Fahrzeug, dessen Schiffskörper, ohne Ruder und Bugsprit, eine Höchstlänge von 20 Meter aufweist. Sind diese Anforderungen erfüllt, und hat das Haus dann noch eine CE Zulassung laut europäischer Sportbootrichtlinie, kann ein Hausboot bis 20 Meter Länge als Sportboot angemeldet werden.

Um als Sportboot zu gelten, muss ein Schiffsuntersuchungszeugnis von einem Fachmann (Schiffswerftbau) erstellt werden. Geregelt wird dies in der SchRegO, in welcher Schiffe zu registrieren sind. Hiernach können zum einen gem. § 3 Abs. 3 Nr. 2 SchRegO Binnenschiffe registriert werden, die nicht zur Beförderung von Gütern bestimmt sind, wenn ihre Wasserverdrängung bei größter Eintauchung mind. 5 m³ beträgt. Zum anderen müssen Binnenschiffe registriert werden, wenn das Schiff zur Beförderung von Gütern bestimmt ist und seine größte Tragfähigkeit mind. 20 t beträgt.

Vorteilhaft an einem Sportboot ist, dass es in jedem Sportboothafen oder privaten Steg liegen darf. Die Kennzeichnungspflicht (Kleinfahrzeug-Kennzeichen / Beantragung beim Wasser-Schifffahrtsamt) besteht nur, wenn man das Boot bewegt. Als Alternative kann man den vom ADAC ausgestellten Bootsschein (IBS) nutzen, der gleichzeitig als Eigentumsnachweis und internationales Dokument gilt.

Wiegt das Boot mehr als 10 Tonnen, ist es notwendig, es ins Schiffsregister (Binnenschiffsregister) eintragen zu lassen. Dieser Eigentumsnachweis ist vergleichbar mit einem Grundbucheintrag für ein Haus, damit kann ein solches Boot zum Beispiel auch bei der Bank beliehen werden und hilft bei der Finanzierung.

Hausboote

90 % des derzeitigen Marktes produziert Hausboote in den Längen 10-15 m, angetrie- ben durch einen Außenborder. Die meisten Schiffe sind für Tageskurzreisen auf sanft fließenden Gewässern geeignet. Wichtig, die Freibordhöhe. Dies ist das Maß von der Wasserlinie bis zur Oberkante des Decks. Oft haben Kleinfahrzeuge eine geringe Freibordhöhe und sind daher nicht für starken Wellengang geeignet, sie zeichnen sich durch Leichtbauweise und ein geringes Eigengewicht aus.
Sind Arten von Hausbooten die einen Stahlrumpf mit Innenbordmotor besitzt. Auch hier empfehlen wir Ihnen auf die Freibordhöhe, die Länge, Breite und Höhe zu achten. Denn diese Parameter entscheiden, auf welchen Revieren Sie reisen können. Wenn Sie gerne viel reisen möchten, empfehlen wir Ihnen auch auf einen strömungsoptimierten Rumpf zu achten, denn dieser hat wiederum Auswirkungen auf den Treibstoffverbrauch.